DIE BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT

DIE BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT

Rainer Werner Fassbinder
Coproduction «Maison»

[DE] Liebe ist kälter als der Tod hieß Fassbinders erster Film, und diese Definition bestimmt auch in Die bitteren Tränen der Petra von Kant die Darstellung und Analyse der Liebesstrukturen. Fassbinders Stück, das er 1972 mit Margit Carstensen und Hanna Schygulla in den Hauptrollen auch sehr erfolgreich verfilmte, ist „eine Studie in Dekadenz, gegenseitiger Abhängigkeit, Leidenschaft, Raserei und Verzweiflung, in seinem Hang zum Exzess vielleicht das am weitesten vorgetriebene, in der Gestaltung virtuoseste Melodram Fassbinders.“ (Ulrich Gregor, Geschichte des Films ab 1960)

Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) war ein deutscher Regisseur, Dramatiker und Drehbuchautor. Er hat über vierzig Spielfilme gedreht und zudem vierundzwanzig Theaterstücke verfasst. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films der 1970er und Anfang der 1980er Jahre, näherte sich dem Film aber erst über seine Theaterarbeit.

Die bitteren Tränen der Petra von Kant, 1971 bei den vierten Experimenta-Theaterwochen in Frankfurt unter der Regie von Peer Raben uraufgeführt, erzählt die Geschichte der gleichnamigen Modeschöpferin, die sich in ein junges Model verliebt, mit ihr einige Zeit zusammenlebt, aber schließlich von ihr verlassen wird. Kant lässt ihre Enttäuschung und Verbitterung an ihrem Geburtstag an allen Menschen in ihrer Umgebung aus – an ihrer Freundin Sidonie, ihrer Tochter Gabriele, ihrer Mutter Valerie, und auch an der ihr treu ergebenen Dienerin Marlene. Am Ende muss sie erkennen: „Man muss lernen zu lieben, ohne zu fordern.“

In einer Koproduktion mit dem Staatstheater Mainz zeigen die Théâtres de la Ville de Luxembourg Fassbinders bekanntes Stück mit einem schauspielerischen Ensemble aus Luxemburg und Mainz. Regie führt die in Frankreich geborene und in Berlin lebende Pauline Beaulieu. Langjährige Mitarbeiterin von Luk Perceval, studierte Beaulieu an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie schreibt Stücke, Prosa und Essais auf Französisch und Deutsch und arbeitet gerade an ihrer ersten Operninszenierung an der Staatsoper Unter den Linden, Berlin.

[DIS]

Inszenierung Pauline Beaulieu
Bühne Hella Prokoph
Kostüme Britta Leonhardt
Dramaturgie Lucia Kramer
Musik Knut Jürgens

Mit Iris Atzwanger, Leandra Enders, Kristina Gorjanowa,  Catherine Janke, Sarah Lamesch, Anna Steffens

Koproduktion Staatstheater Mainz;
Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Aufführungsrechte mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Autoren Frankfurt am Main.

Vendredi 16 OCTOBRE 2020 à 20h00 (tickets)
Mercredi 21 OCTOBRE 2020 à 20h00 (tickets)
Vendredi 23 OCTOBRE 2020 à 20h00 (tickets)
Samedi 24 OCTOBRE 2020 à 20h00 (tickets)


DURÉE environ 1h40 (pas d'entracte)

Einführung zum Stück von Frau Julie Kieffer eine 1/2 Stunde vor jeder Vorstellung (DE).

Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu

Lieu: Théâtre des Capucins

Recommandé à partir de 15 ans

 

[TICKETS]2020-10-16 20:00:00 29179+2020-10-21 20:00:00 29180+2020-10-23 20:00:00 29181+2020-10-24 20:00:00 29182