[DE] Im Hause Bessemjonow herrschen statt familiärer Harmonie Streit und Unzufriedenheit. Die Kinder widersetzen sich dem Vater und seinen Vorstellungen vom Leben. Sohn Pjotr ist wegen der Teilnahme an Studentenunruhen der Universität verwiesen worden, die Tochter Tatjana arbeitet als Lehrerin, ist immer noch nicht verheiratet und weiß nicht, wozu sie leben soll. Skurrile Gestalten wie der Vogelhändler Pertschichin oder der Kirchsänger Teterew gehen ein und aus, und oben im Haus wohnt die lebenslustige junge Witwe Jelena, zu der Pjotr sich hingezogen fühlt.
Dem Vater Bessemjonow entgleiten aber nicht nur seine eigenen Kinder, auch sein Pflegesohn Nil träumt von einer anderen Zeit, einer anderen Welt - einer, die Bessemjonow ängstigt, die er nicht versteht. Er spürt, dass die alte Ordnung kraftlos geworden ist. In seinem ersten, 1901 entstandenen, Stück zeigt MaximGorki die Konflikte einer kleinbürgerlichen Familie im Licht des aufkeimenden Sozialismus in Russland. Spürbar ist die Hoffnung auf einen Aufbruch in ein neues Zeitalter, in ein freies und glückliches Leben.
» Die Behauptung, dass Gorkis Kleinbürger irgendetwas über den Mittelstand des Jahres 2011 aussagen könnte, ist eine riskante Wette. Sie geht aber auf, weil unter allemEpochenkolorit überzeitliche Konflikte verborgen liegen. […] Dann berühren die Schauspieler mit tief blickenden Gorki-Sätzen, auf denen kein Körnchen Staub liegt. Man steigt gewissermaßen auf einem Bahnhof in der russischen Steppe aus und landet in Prenzlauer Berg. Die Welt
» Immer enger und ernsthafter rückt sie den Figuren auf den Leib, bis sich irgendwann ein spielerischer Glanzpunkt an den anderen reiht. […] So ist es letztlich nicht die große Politik, die uns hier hinreißt. Es sind die Liebesgeschichten und Generationskonflikte dieser Menschen, die uns nahe gehen. Berliner Morgenpost
» Eine kunstvolle Wiederbelebung. Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mit
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Samedi 2 MARS 2013 à 20h00 (tickets)
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[TICKETS]2013-03-02 20:00:00 13450+2013-03-03 17:00:00 13451