#48 MOBBING
THÉÂTRE DES CAPUCINS | SALLE

#48 MOBBING

ANNETTE PEHNT

[DE] Wenn deutscher Büroalltag zur Tortur wird - Annette Pehnts Roman Mobbing erzählt von Macht und Ausgrenzung am Arbeitsplatz, von einem Angestellten, der mit seiner neuen Chefin und den Kollegen nicht mehr zurechtkommt und dessen Zermürbung auch vor seinem Privatleben nicht halt macht.
Die Welt

"Wenn das Schlimmste passiert ist, muss man sich endlich nicht mehr davor fürchten", sagte Joachim. Er warf den Briefumschlag auf den Küchentisch. Und mit einem merkwürdigen Ausdruck der Erleichterung fügte er hinzu, "sie haben es geschafft". Was sie gegen ihn vorbrachten, war gelogen. Aber Feinde, Gespenster, Verschwörungen gehörten seit Jahren zu unserem Leben. Jetzt musste er wenigstens nicht mehr über die Arbeit reden, jetzt hatte er keine Arbeit mehr. Was aber würde aus ihm werden, was aus uns?

In der Verbindung von Anteilnahme und Distanz gelingt Annette Pehnt ein glänzender Roman, der von Macht und Ausgrenzung in der Arbeitswelt handelt und behutsam seine großen Themen Vertrauen, Achtung und Würde ins Alltägliche einzubetten versteht.

» Am Ende herrschte jubelnder Beifall [...] für eine großartige Schauspielerin: Gilla Cremer, die ein heikles, sehr heutiges Phänomen ebenso beklemmend, wie verzweifelt komisch spielerisch bewältigt: das Mobbing. [...] Es ist ein großer Abend als dichtes, vielschichtiges Kammerspiel ...
Monika Nellissen

» Chronik einer Abwärtsspirale grandios auf die Bühne gebracht.
Die Glocke, Bielefeld

» Großartiges Theater mit Gilla Cremer. Es gibt sie ganz selten, diese besonderen Theaterabende, nach denen man als Zuschauer einfach nur glücklich ist, dabei gewesen zu sein.
Mopo

» Die Gewerkschaften sollten, wenn sie einen Preis verleihen, ihn Mobbing zusprechen. So deutlich wie hier ist durch die Abwesenheit von Solidarität in der Arbeitswelt und Unterstützung in schweren Konflikten mit einem unredlichen Arbeitgeber in kaum einem Stück dafür geradezu agitiert worden: Tretet ein! Die Quintessenz des Stücks wie des Romans lassen sich in einem schönen Reim der 68er zusammenfassen: "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!"
DLF

REGIE Michael Heicks

ENSEMBLE Gilla Cremer, Patrick Cybinski (Cello)

KOPRODUKTION Theater Unikate - Gilla Creme, Theater Bielefeld, Hamburger Kammerspielen
UNTERSTÜTZT VON Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg

Samstag 29. JANUAR 2011 um 20.00 Uhr (tickets)
Kulturpass, bienvenue!

Erwachsene 20 € / Studenten 8 €





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