#23 GAUTHIER DANCE & CHRISTIAN SPUCK
GRAND THÉÂTRE | GRANDE SALLE

#23 GAUTHIER DANCE & CHRISTIAN SPUCK

POPPEA/POPPEA

TANZSTÜCK FÜR 9 TÄNZER/INNEN

[DE] Nero liebt die Kurtisane Poppea und möchte sie zur Kaiserin machen. Seine Frau Ottavia sinnt auf Rache. Neros Nebenbuhler Ottone will Poppea sogar töten. Gott Amor vereitelt den Anschlag, Ottavia und Ottone werden des Landes verwiesen, Nero und Poppea feiern ihre Liebe.

Claudio Monteverdis letzte Oper L'incoronazione di Poppea liefert nur die Vorlage für die neue Produktion der Stuttgarter Gauthier Dance Company. Choreograph Christian Spuck hat eine Rahmenhandlung entwickelt: Neun Tänzer proben das Stück und verfallen immer mehr ihren Figuren. Aus distanziertem Spiel wird blutiger Ernst. Der Plot holt die Protagonisten ein. Fiktion und Wirklichkeit überlagern sich.

Die zutiefst menschliche Geschichte von Leidenschaft, Verrat, Mord und Macht aus dem alten Rom wird zu einer zeitlosen Parabel. Zu einer Versuchsanordnung. Zu einem Stück Tanztheater über Tanztheater.

Christian Spuck, designierter Ballettchef am Züricher Opernhaus und einer der meistbeachteten Choreographen der jüngeren Generation hat eine Vorliebe für Opernstoffe. Seine Zusammenarbeit mit der im Grand Théâtre bestens eingeführten jungen Tanztruppe um Eric Gauthier hat in der vergangenen Spielzeit einen absoluten Renner hervorgebracht: Don Q. Beste Vorbesingungen für Poppea/Poppea.

» Choreograph Spuck gelingt eine ganz eigene, intensive Körpersprache, die von geschmeidigen Bewegungen fast übergangslos zu eckiger Mechanik wechselt. Der 33-jährige Compagnie-Chef Gauthier tanzt inbrünstig den Kaiser Nero, der seine Gattin Ottavia ermordet, um den Weg freizumachen für Poppea auf dem Thron. Von den 650 Zuschauern im Saal mit langanhaltenden Bravo-Rufen bedacht.
DIE ZEIT

» Für alle, die über Gauthier Dance nun zufällig mit Spucks Welt in Berührung kommen, ist "Poppea//Poppea" ein verblüffendes, enorm anregendes Bühnenerlebnis. Dass Tänzer in barocken Kostümen stecken und sich doch auf der Höhe unserer Zeit bewegen? Dass die Musik Monteverdis (und anderer bis hin zu Popstars wie Emiliana Torrini), dank des Zugriffs des Komponisten Martin Donner und seinen Bearbeitungen, modern und spannend wie ein Krimi klingt? Dass der antike Plot um die Geliebte Neros eine Analyse birgt, die uns zum Nachdenken über die Manipulierbarkeit unserer Wahrnehmung, unserer Gefühle zwingt? Christian Spuck gelingt so etwas wie die Quadratur des Tanzkreises: Er lässt, angeregt von Monteverdis letzter Oper, die Illusionsmaschine auf Hochtouren laufen, wirft an den kostbarsten Stellen aber Sand ins Getriebe. Wie die Liebe ist Schönheit vergänglich, das sagt auch die Blüte, vor der "Poppea//Poppea" spielt. Und: Nichts soll so sein, wie es scheint.
Stuttgarter Zeitung

CHOREOGRAPHIE Christian Spuck
MUSIK Martin Donner, Claudio Monteverdi u.a.
BÜHNE UND KOSTÜME Emma Ryott
DRAMATURGIE Dunja Funke
LICHT Reinhard Traub
FILM Fabian Spuck

TÄNZER Armando Braswell, Maria Deller-Takemura, Björn Helget, Marianne Illig, William Moragas, Garazi Perez Oloriz, Isabelle Pollet-Villard, Guiseppe Spota, Eric Gauthier

URAUFFÜHRUNG 1. Juli 2010 Theaterhaus Stuttgart

PRODUKTION Gauthier Dance, Dance Company Theaterhaus Stuttgart
KOPRODUKTION Grand Théâtre de Luxembourg
KOOPERATION Theater Bonn, Schauburg München und Achtfeld GmbH Berlin

Freitag 20. MAI 2011 um 20.00 Uhr (tickets)
Kulturpass, bienvenue!

DAUER ca 70 Minuten (keine Pause)

Erwachsene 25 €, 20 €, 15 € / Studenten 8 €

[EN] The tragicomical revue Don Q, presented in October 2008 at the Grand Théâtre, saw Christian Spuck choreograph both Egon Madsen and Eric Gauthier to great effect in a tragicomical revue that toured to sell out venues across Europe. Now he's back with Eric Gauthier and his company Gauthier Dance to delight audiences anew with this original take on Monteverdi's final opera L'Incoronazione di Poppea.

» Gauthier has two goals for the company. He wants to create content-oriented dance, which has a meaning recognisable even to audiences not familiar with dance. He also wants to make contemporary dance accessible and attractive to a new as well as a younger audience. Judging from the enthusiastic response Gauthier and his company receive, he is definitely on the right track.
Dancing Times London

» [Avec] Eric Gauthier, c'est un vent de fraîcheur qui souffle en ce moment sur la scène chorégraphique du Grand Théâtre.
Marie-Laure Rolland, Luxemburger Wort à propos de Don Q



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