#54 CONSTELLATIONS

VON NICK PAYNE
DEUTSCH VON CORINNA BROCHER
In Deutsch

[DE] „Im Quanten-Multiversum existiert jede Wahl, jede Entscheidung, die Du getroffen hast (oder auch nicht), in einem unvorstellbar riesigen Ensemble von Paralleluniversen.“ Constellations von Nick Payne

Auch in dieser Saison kommt das St. Pauli Theater mit einer neuen Produktion nach Luxemburg: Altmeister Wilfried Minks, Jahrgang 1930, inszeniert die deutsche Erstaufführung des Stücks Constellations des jungen britischen Theaterautors Nick Payne, Jahrgang 1984, das bereits im Londoner West End Erfolge feierte.

Für das Zweipersonenstück vereint Minks erneut das Bühnentraumpaar Judith Rosmair und Johann von Bülow. Beide waren auch in seiner Inszenierung Waisen, das im Februar 2014 im Grand Théâtre gastierte, mit von der Partie. Dieses Mal treten sie in einer berührenden Romanze auf, die Nick Payne dazu nutzt, die ganz großen Fragen um den Sinn des Lebens und den freien Willen des Einzelnen zu stellen.

Marianne ist Quantenphysikerin, Roland Imker. Ihre Liebesgeschichte könnte ein übliches Beziehungsdrama sein, würde nicht Mariannes Forschungsgebiet auf überraschende Weise die Handlungsentwicklung bestimmen: Angenommen, es gäbe eine unüberschaubare Anzahl von Paralleluniversen, die sich bei jeder gefällten Entscheidung weiter verzweigen, so würde auch unser Leben in unendlich vielen Varianten existieren.

Nick Payne entwickelt eine originelle Dramaturgie für Constellations: Dasselbe Geschehen wird immer wieder anders erzählt. So kann es passieren, dass sich Marianne und Roland in einer Variante ihrer ersten Begegnung so unsympathisch sind, dass sie es nur zwei Minuten miteinander aushalten. Es scheint, als müsste sich das Paar erst durch einige Universen hindurch, an verkorksten Anfängen und falschen Abzweigungen vorbeitasten, bis sie bei ihrer gemeinsamen Geschichte ankommen, die dann erstaunlicherweise als die ultimative Liebesgeschichte erscheint.

» Die verworrene Liebesgeschichte der beiden Charaktere erweist sich als wundervoll romantisch ohne in Kitsch abzufallen – was sicherlich auch an den beiden herausragenden Darstellern (Judith Rosmair & Johann von Bülow) liegt. Julia Nemesheimer, Hunderttausend.de

» Es ist eine hinreißende Inszenierung, gestaltet von federleichter Regie und zwei virtuosen und so lebensecht spielenden Schauspielern, dass man meint, bei ihnen im Wohnzimmer zu sitzen. Und ihnen gern auch noch länger zugeschaut hätte als die knapp anderthalb Stunden, die der Abend dauert. Das Publikum jedenfalls war am Ende ganz aus dem Häuschen und applaudierte den Künstlern lange und jubelnd. Hamburger Abendblatt

» Ein Stück zum Schwindligwerden ist das – schon für uns, das Publikum; erst recht aber für Judith Rosmair und Johann von Bülow, die in rasendem Tempo Spielweisen und Haltungen wechseln müssen, von Augenblick zu Augenblick, von Parallel- zu Parallel-Universum. (...) Und hellwach bleibt er [Minks] den filmschnittschnellen Perspektivwechseln in Paynes Versuchsanordnung auf der Spur. Für das Spiel des Paares ist, ganz sparsam, ein Klappsofa reserviert; dahinter aber läuft eine Art mathematisch-physikalisches, vor allem aber bühnenhohes Rad sehr langsam von rechts nach links – eine wissenschaftliche Figur, ein Signet des Stücks wie der Welt, abstrakt und beunruhigend. Deutschlandfunk

» Gelungen, unterhaltsam, geistreich. Hamburger Abendblatt

» Viel Jubel um Constellations. Die deutsche Erstaufführung begeisterte das Publikum. Hamburger Morgenpost

» Unbedingt überzeugend! Deutschlandradio  Kultur

[DIS]

Mit
Judith Rosmair
Johann von Bülow

Regie & Bühne Wilfried Minks
Kostüme Katrin Kersten

Produktion St. Pauli Theater Hamburg 

Mardi 12 AVRIL 2016 à 20h00 (tickets)
 Mercredi 13 AVRIL 2016 à 20h00 (tickets)

DURÉE 1h30 (pas d’entracte)

Adultes 20 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu

Lieu: Grand Théâtre / Studio

Einführung zum Stück von Frau Simone Beck eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (in Deutsch)

[TICKETS]2016-04-12 20:00:00 19806+2016-04-13 20:00:00 19807