Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

#7 SALOME

Richard Strauss (1864-1949)
Oper in einem Akt von Richard Strauss / Basierend auf der Deutschen
Übersetzung von Hedwig Lachmann des gleichnamigen Dramas von Oscar Wilde
Erstaufführung an der Dresdner Hofoper am 9. Dezember 1905

In Deutsch, mit deutschen & französischen Übertiteln

[DE] „Ah! Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan! Wohl, ich werde ihn jetzt küssen! Ich will mit meinen Zähnen hineinbeißen, wie man in eine reife Frucht beißen mag. Ja, ich will ihn jetzt küssen, deinen Mund, Jochanaan.“ Salome

Die amerikanische Sopranistin Catherine Naglestad ist dem Grand-Théâtre-Publikum bereits bestens bekannt. In dieser Saison erscheint die an allen großen Häusern der Welt gefragte Opernsängerin Ihnen als Salome. Die Titelpartie aus Richard Strauss’ Oper gehört seit 2006 zu Naglestads Repertoire, damals sang sie sie an der Pariser Opéra de la Bastille. Im gleichen Jahr wurde sie bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zur „Sängerin des Jahres“ gewählt. Zwei Jahre später wurde der Bariton Michael Volle zum besten Sänger des Jahres ernannt. Er übernimmt in der Koproduktion der Deutschen Oper Berlin und der Théâtres de la Ville de Luxembourg die Partie des Jochanaan. Der komplexen Orchester-Partitur des Einakters widmet sich ein bewährtes Team: Stefan Soltesz leitet das Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Bereits im Februar 2014 meisterten Soltesz und OPL einen Strauss-Abend.

Dieses Mal spielen sie in einer Inszenierung von Claus Guth, einem „Strauss-Experten“: Jeweils zweimal hat er bereits Ariadne auf Naxos und Die Frau ohne Schatten in Szene gesetzt. Für seine Daphne-Inszenierung an der Oper Frankfurt erhielt er 2010 den Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Beste Regie Musiktheater“. Ein perfektes Team also für das mit etwa 100 Minuten verhältnismäßig kurze Strauss-Werk, in dem „lauter perverse Leute“ auftreten, wie der Komponist und Librettist es formulierte. Im Zentrum des Geschehens steht Salome, Tochter der Herodias und Prinzessin von Judäa. Angewidert von den lüsternen Blicken ihres Stiefvaters, König Herodes, verlässt sie ein Festgelage in dessen Palast. Draußen vernimmt sie die Stimme des Propheten Jochanaan, den Herodes in einer Zisterne gefangen hält. Sie verlangt, ihn zu sehen. Sie ist fasziniert von ihm, begehrt ihn, will sich ihm nähern – er aber weist sie harsch ab. Als Herodes Salome bittet, für ihn zu tanzen, tut sie ihm den Gefallen unter der Bedingung, ihr anschließend jeden Wunsch zu erfüllen. Und sie wünscht sich: den Kopf des Jochanaan in einer Silberschüssel. Wie entrückt empfängt sie ihn. Herodes, voll Ekel vor ihrer Ekstase, befiehlt seinen Soldaten: „Man töte dieses Weib!“ Die Soldaten stürzen sich auf Salome und begraben sie unter ihren Schilden.

» Die Vielschichtigkeit der Strauss-Partitur brachte mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Stefan Soltesz ein Klangkörper brillant zum Ausdruck, der mit der Musiktradition von Richard Strauss eigentlich sehr wenig verwachsen ist. (...) So gelingt Soltesz am Pult des OPL ein Exempel an durchsichtiger, klarer Orchestergestaltung  (...). D’Lëtzebuerger Land zu Der Rosenkavalier

» Die Luxemburger Philharmoniker sind an diesem Abend eine Wucht. Die alte These, dass die Leistung dieses Orchesters mehr als die anderer Klangkörper davon abhängt, wer am Pult steht, scheint sich wieder einmal zu bestätigen. Stefan Soltesz, der begnadete Strauss-Dirigent, trimmt die OPL-Truppe von der entfesselnden Ouvertüre bis zum fulminanten Schluss vier Stunden lang auf Hochspannung. Da ist nix mit Viennoiserie – Zierart und Beispiel-Gemütlichkeit. Trierischer Volksfreund zu Der Rosenkavalier

[FR] Il y a deux saisons, le public du Grand Théâtre se réjouissait au spectacle du Chevalier à la Rose de Richard Strauss. Une comédie, même si elle soulignait combien le temps de la jeunesse est fugace…

Le climat sera beaucoup plus lourd, tragique même, avec cette fois une terrible histoire d’amour, de désir, de violence, de vengeance et de mort.

Salome, drame en un acte, est créé au Semperoper de Dresde le 9 décembre 1905. Lorsque, pour répondre à la demande insistante du roi Hérode, qui la désire tant bien que sa mère Hérodiade partage son lit, la belle Salomé accepte de danser pour lui – la fameuse Danse des sept voiles –, elle exige comme récompense la tête d’un prisonnier, celle de Jean le Baptiste… Elle l’aura, mais elle en mourra, écrasée sous les boucliers des soldats du souverain…

Salome, c’est, pendant une heure et demie, un incroyable déferlement musical et vocal. C’est un superbe défi pour ses interprètes – que ne manquera pas de relever la magnifique Catherine Naglestad en Salomé, et particulièrement dans la scène mythique de la Danse des sept voiles. Ce sont les fascinants leitmotive-thèmes dominants straussiens – ils seront confiés à l’OPL placé pour la deuxième fois sous la direction aussi avisée que sensible de Stefan Soltesz.

» Le chef [Stefan Soltesz], dans sa lecture, et l’orchestre [OPL], dans sa complicité avec lui, ont accompli l’œuvre! […] Claus Guth a mis en scène ce déferlement de passions, avec l’inquiétante étrangeté qui le caractérise. Tout ce que l’on voit est techniquement sans faille, dans la maîtrise scénographique, le jeu des lumières, le rythme des entrées et des sorties, la mise en espace, les présences muettes. Sa mise en évidence de la dimension incestueuse du récit est aussi bien concrétisée que pertinente : il a multiplié sur le plateau les Salomé, de la toute petite fille à l’héroïne vengeresse […] Stéphane Gilbart, Operabase

» Autre acteur incontournable de cette production: l’Orchestre Philharmonique du Luxembourg placé pour l’occasion sous la direction du chef hongrois Stefan Soltesz. Donnant corps et âme à la musique de Richard Strauss – frivole et joyeuse, mais aussi grave et oppressante selon les occasions – les symphonistes ont largement brillé dans leur tâche de longue haleine. Luxemburger Wort à propos de Der Rosenkavalier

[EN] Salome is often labelled “steamy” and “the opera that every company wants to perform” and under the musical direction of Stefan Soltesz one can expect a Salome full of passion and vibrancy. Religion and sex from one of the bible’s most gruesome tales inspired this opera. Herod imprisoned John the Baptist for pointing out that the king had unlawfully married his brother’s wife, Herodias. Herod spares John’s life; but Herodias nursed an enormous grudge. At Herod’s birthday banquet, Herodias’ daughter Salome dances. As a reward Herod promises her whatever she asks. Her mother seizes the opportunity and suggests that she requests the head of John the Baptist...

[DIS]

Musikalische Leitung Stefan Soltesz
Inszenierung Claus Guth
Bühne & Kostüme Muriel Gerstner
Licht Olaf Freese
Choreografische Mitarbeit Sommer Ulrickson
Dramaturgie Yvonne Gebauer, Curt A. Roesler

Herodes Thomas Blondelle
Herodias Jeanne-Michèle Charbonnet
Salome Manuela Uhl *
Jochanaan (John the Baptist) Michael Volle
Narraboth Attilio Glaser

Page Annika Schlicht
Erster Jude James Kryshak
Zweiter Jude Gideon Poppe
Dritter Jude Andrew Dickinson
Vierter Jude Clemens Bieber
Fünfter Jude Andrew Harris
Erster Nazarener Stefan Sevenich
Zweiter Nazarener John Chest
Erster Soldat Alexei Botnarciuc
Zweiter Soldat Tobias Kehrer
Ein Cappadocier John Chest
Sklave Gideon Poppe
Salome als Kind Elisabeth Johannsen, Alix Heyblom, Marlene Schmidt, Laura Meyer, Katharina von Stackelberg, Leonie Schöning
Tänzer/Puppen Uri Burger, Floris Dahlgrün, Alexander Fend, Nikos Fragkou, Oren Lazovski

Die Statisterie der Deutschen Oper Berlin
Die Herren des Opernballetts der Deutschen Oper Berlin


Koproduktion Deutsche Oper Berlin, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Erstaufführung dieser Produktion am 24. Januar 2016 an der Deutschen Oper Berlin

Vorstellungen in Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg

* Aufgrund der krankheitsbedingten Absage von Catherine Naglestad wird die Rolle der Salome von Manuela Uhl übernommen.

Dimanche 17 AVRIL 2016 à 17h00 (tickets)
Mardi 19 AVRIL 2016 à 20h00 (tickets)

DURÉE environ 1h40 (pas d'entracte)

Introduction à l'opéra par Monsieur Jérôme Wigny des Amis de l'Opéra une demi-heure avant chaque représentation (en langue française)

Einführung zur Oper von Herrn Jean-Paul Bettendorff, Vize-Präsident des Richard Wagner Verbandes Trier-Luxemburg, eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (in Deutsch)

Adultes 65€, 40€, 25€ / Jeunes 8€ / Kulturpass bienvenu

Lieu: Grand Théâtre / Grande Salle

[TICKETS]2016-04-17 17:00:00 19813+2016-04-19 20:00:00 19814