Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

SCHILLER BALLADEN

Philipp Hochmair & Fritz Rainer
Ein Abend mit Balladen und Gedichten von Friedrich Schiller

Nach der Vorstellung laden die Künstler Ihr Publikum zu einem Nachgespräch ein.

[DE] ... und es wallet und siedet und brauset und zischt
Wie wenn Wasser mit Feuer sich menget
Bis zum Himmel spritzet die dampfende Gischt
Und Well auf Well sich ohn Ende drängt,
Und will sich nimmer erschöpfen und leeren,
Als wollte das Meer noch ein Meer gebären...

Zusammen mit dem Wiener Schlagzeuger und Komponisten Fritz Rainer gestaltet der Schauspieler Philipp Hochmair eine experimentierfreudige Lesung mit den vom Geist der Revolution getragenen Balladen und Gedichten Friedrich Schillers, dessen Geburtstag sich am 10. November 2009 zum 250. Mal jährte. In ihnen spiegelt sich Schillers enthusiastische Zuversicht in das Vermögen des Einzelnen, sich einzubringen in den Lauf der Geschichte.

Die Balladen treffen in einer Versuchsanordnung auf die Klangwelt Fritz Rainers. Der atemlose Sturm und Drang wird mit heutigen akustischen Erfahrungen konfrontiert. Die Beststeller des Sturm und Drangs (Der Taucher, Die Bürgschaft, Das Lied von der Glocke, Der Handschuh, Der Ring des Polykrates) und aufregende Beats der Gegenwart. Literatur, die groovt.

Philipp Hochmair, gefeiert für seine Solo-Projekte Werther! in der Regie von Nicolas Stemann und Amerika in der Regie von Bastian Kraft, war zuletzt 2013 mit seinem Lichtbildvortrag Der Prozess nach Franz Kafka zu Gast im Kapuzinertheater. Seit der Spielzeit 2009/2010 ist er festes Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg und realisiert eigene Projekte, in denen er sich immer wieder auf die Suche nach neuen Räumen und künstlerischen Möglichkeiten begibt.

» [Philipp] Hochmair faucht und betet, flüstert und lacht, heult und tobt sich durch die Verse, die Fritz Rainer mit Schlagzeug und Synthesizer in gespenstische Klangwelten bettet. So gelingt eine frische, witzige Neu-Interpretation vermeintlich altbekannter Texte. Trierischer Volksfreund

» Schillers Balladen, zeitlos schön, zeitlos modern. Schillers Text erreicht uns so leicht auch im 21. Jahrhundert. Seine Worte sind so wahr, so richtig. Der Vortrag von Philipp Hochmair war einfühlsam und doch konkret. Um seinen hervorragenden interpretatorischen Vortrag der Balladen wurde eine musikalische Klammer gespannt, die den Sturm und Drang wachrief, den revolutionären Charakter transportierte und in die Gegenwart entließ. Die explosiven Thesen, mit innerer Ruhe vorgetragen, rieben sich an dieser musikalischen Zeitachse. Aus dem Gästebuch des Thalia Theater Hamburg

» Es war eine musikalisch überaus einschlägig[e] […] Verschmelzung der ungebrochenen sprachliche[n] Kraft eines gewissen Friedrichs und des sich beständig entfaltenden schauspielerischen Könnens. [...] So erlebte man einen spielerisch reiferen [Philipp] Hochmair, der die in der Sprache des Dichters verborgene Energie durch seinen ganzen Körper zu kanalisieren schien, um sie über den simplen verbalen Ausdruck hinaus zu einer nicht nur spürbaren sondern ebenfalls nachfühlbaren Emotion im Raum werden zu lassen. Fritz Rainer an seiner Seite erwies sich in seiner Musik nicht als illustrativer Begleiter, sondern gleichberechtigter Gesprächspartner, der den rezitierten Texten hie und da regelrecht Paroli bot. Luxemburger Wort

» Mit der nötigen Mischung aus Respekt vor der klassischen Literatur und persönlicher Emotion schaffte es [Philipp Hochmair], den Zuschauern, unter denen sich auch zahlreiche Schüler befanden, die Klassiker nahezubringen. [...] [Fritz] Rainers Musikeinlagen zwischen und auch während den einzelnen Gedichten ließen die Zuschauer im Takt wippen und somit ganz neue Seiten an der klassischen Literatur entdecken. Tageblatt

» Hochmair spielt nicht Werther, er ist Werther. Seine von verblüffend anpassungsfähiger Improvisation und atmender Freiheit erfülltes Spiel [...] katapultiert den literarischen Werther als Archetyp des Dopamin- und Endorphine-Junkies ins 21. Jahrhundert ohne seinen Geist zu verraten. Luxemburger Wort

» Hochmairs mimische Leitung ist schlichtweg genial. Er ist nicht jener Werther, den wir aus der Vorlage kennen. Er ist ein entrümpelter. Ein entstaubter. Ein gegenwärtiger. Er ist ein Werther, der wenig Rücksicht nimmt auf Texttreue, dafür aber auf das Publikum der Gegenwart. D'Lëtzebuerger Land

[DIS] 

Mit
Philipp Hochmair
Fritz Rainer

Mittwoch 25 September 2013 20h00 (tickets)
Donnerstag 26 September 2013 20h00 (tickets)

DURÉE environ 1h15

Adultes 20€, 15€, 8€ / Jeunes 8€

Théâtre des Capucins

[TICKETS]2013-09-25 20:00:00 15832+2013-09-26 20:00:00 15833